Was ist Trauer?

Wir wissen um die Endlichkeit des irdischen Lebens. Und doch fällt es uns schwer, die Realität zu akzeptieren, wenn ein Mensch stirbt, der uns ans Herz gewachsen ist.

Das hätte für unsere Psyche nachweislich ernste Folgen, wenn es nicht einen Weg gäbe, die Situation nach und nach zu bewältigen: den Weg der Trauer. Mit ihr verarbeiten wir den schwersten aller denkbaren Verluste, den Verlust eines geliebten Menschen.

Was ist Trauer - und wie können wir helfen?

Wie kann ein Bestatter in der Trauer helfen?

Als Bestattungshaus verstehen wir uns nicht nur als Organisatoren einer Beisetzung, sondern auch als einfühlsame Begleiter in einer der schwersten Zeiten des Lebens. Unsere Aufgbe ist es, Ihnen Halt zu geben, Struktur zu schaffen und Ihnen einen würdevollen Abschied zu ermöglichen - denn dieser ist ein wichtiger Schritt im Trauerprozess.

Wir helfen, indem wir:

- Zeit und Raum für Ihre Trauer schaffen

- die organisatorischen Aufgaben abnehmen und entlasten

- Ihre individuellen Wünsche respektieren und umsetzen

- gemeinsam mit Ihnen eine Abschiednahme gestalten, die Trost spenden kann

- bei Bedarf Kontakte zu Trauerbegleitern, Seelsorgern oder Gruppen herstellen.

Manchmal hilft ein offenes Gespräch, ein vertrauter Ort, eine bestimmte Musik oder ein Ritual, das an den geliebten Menschen erinnert. Wir nehmen uns Zeit, um genau hinzuhören und gemeinsam mit Ihnen einen Weg zu finden, der für Sie stimmig ist.

Trauer darf sein. Und sie darf begleitet werden.

Wenn Sie Fragen haben oder Unterstützung suchen - wir sind für Sie da.

Der Verlust eines geliebten Menschen hinterlässt eine Lücke, die niemand füllen kann. Trauer ist die natürliche, menschliche Reaktion auf diesen Verlust - ein tiefes Gefühl, das Raum, Zeit und Verständnis braucht. Sie kann sich in vielen Formen zeigen: als Schmerz, als Leere, als Wut, Hilflosigkeit oder auch als Rückzug. Jede Trauer ist so individuell wie der Mensch, den wir vermissen.

Trauer bedeutet, Abschied zu nehmen - nicht nur vom Leben eines geliebten Menschen, sondern auch von gemeinsamen Momenten, Zukunftsplänen und vertrauten Routinen. Es ist ein Prozess, der nicht in Tagen gemessen werden kann. Und doch: Niemand muss diesen Weg allein gehen.

Wie viele Phänomene unseres Lebens ist auch die Trauer Gegenstand der modernen Forschung

Die bekanntesten Theorien zum Thema Trauer stammen von der Psychologin Verena Kast (Trauern. Phasen und Chancen des psychischen Prozesses, Stuttgart 1990) und dem Theologen Yorick Spiegel (Der Prozess des Trauerns. Analyse und Beratung. Gütersloh 1973). Beide Autoren gehen von einem vierphasigen Trauerprozess aus, der, erfolgreich abgeschlossen, in der Akzeptanz des Verlustes und in der Offenheit für neue Beziehungen mündet.

Ein besonderer Moment der Trauerarbeit der Hinterbliebenen ist der Zeitpunkt, an dem sie ihren verstorbenen Angehörigen das letzte Mal sehen. Viele möchten sich im Abschiedsraum oder auf dem Friedhof in stillen Worten von einem geliebten Menschen verabschieden, ihn vielleicht noch einmal in den Arm nehmen. Es ist unsere Aufgabe, alles für diese wichtige Stunde vorzubereiten.